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Urlaub in Paris: 17 Tipps gegen die Tricks der Diebe & Abzocker

Paris Louvre

Jährlich empfängt Paris mehr als 30 Millionen Besucher aus der ganzen Welt. Und wo Touristen sind, da sind auch Langfinger und Betrüger nicht weit. Die Kriminellen werden leider nicht nur immer raffinierter (mittlerweile sind sie kaum noch von gewöhnlichen Touristen zu unterscheiden), sondern treten auch immer aggressiver auf. Um den eigenen Parisaufenthalt in guter Erinnerung zu behalten, klärt Sie der „Frankreich Fan“ in diesem Artikel, der laufend aktualisiert wird (letzte Aktualisierung: 8. Juni 2017), über 17 gängige Touristenfallen auf. So werden Sie nicht zum leichten Opfer für Diebe, Betrüger und Abzocker in der „Stadt der Liebe“.

1. Unterschreiben Sie keine „Petitionen“!

Wenn sich Ihnen rund um den Eiffelturm, in den Jardin des Tuileries, beim Louvre, auf dem Vorplatz von Notre-Dame oder am Seine-Ufer junge Frauen osteuropäischer Herkunft mit einem Blatt Papier und einem Bleistift bewaffnet nähern, sollten Sie schleunigst das Weite suchen. Es handelt sich dabei mitnichten um Schülerinnen oder Studentinnen, die eine Umfrage unter Touristen durchführen. Nein, die Mädchen wollen, dass Sie eine Petition für taubstumme Straßenkinder und Waisen unterzeichen und Geld spenden.

TIPP: Wenn sie den Bittstellern nicht ausweichen können, achten Sie darauf, dass keine Komplizen in der Nähe sind, die die Gelegenheit für einen Diebstahl nutzen. Nicht selten schlagen die Täter im Rudel zu und bedrängen ihre Opfer von allen Seiten.

2. Lassen Sie sich nichts um den Finger wickeln!

Sie haben eben die wunderschöne Aussicht auf dem Montmartre genossen und wollen nun über die große Touristen-Treppe wieder in die Stadt hinabsteigen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie am Ende der Treppe bereits in Empfang genommen werden. In der Regel stellen sich Ihnen Afrikaner in den Weg, die Ihnen flugs Bindfäden um den Finger wickeln und daraus ein mehrfarbiges Armband zaubern. Wenn das Band erst einmal fertiggestellt ist, müssen Sie es auch bezahlen (ca. 10 Euro) – ansonsten werden die jungen Herren sehr unfreundlich.

TIPP: Um kein Opfer dieser Abzocke zu werden, stecken Sie am besten beide Hände in die Hosentasche und marschieren schnurstracks an den Armband-Händlern vorbei. Wenn Sie etwas sagen wollen/müssen, dann murmeln Sie am besten: „Je suis d’ici – Ich bin von hier.“ Sollten Sie als Einheimischer durchgehen, lässt man Sie sicher in Ruhe, da man es ja auf die Touristen abgesehen hat.

3. Lassen Sie sich keinen „goldenen“ Ring andrehen!

Sie machen Urlaub in Paris, laufen gerade die Champs-Elysées hinunter oder spazieren am Ufer der Seine entlang. Plötzlich bückt sich vor Ihnen eine Dame. Die Glückliche hat nämlich gerade einen wertvollen Ring auf der Straße gefunden und hält Ihnen das vermeintliche Gold-Stück unter die Nase. Da die Finderin ein großes Herz hat, möchte sie Ihnen den Ring schenken – naturlich nur gegen einen großzügigen Finderlohn, versteht sich.

TIPP: Lassen Sie sich auf keinen Fall einen billigen Ring andrehen. Verweigern Sie das Gespräch mit der Ring-Besitzerin und marschieren  Sie schnell vorbei.

4. Steigen Sie nur in offiziell zugelassene Taxis!

Wenn Sie abends und nachts unterwegs sind und das Taxi benutzen wollen/müssen, dann achten Sie darauf, dass Sie auch in ein zugelassenes Taxi steigen. Denn Fahrer von Taxis, die illegal unterwegs sind („taxi clandestin“), versprechen Ihnen, Sie für einen festen Preis an jeden beliebigen Ort innerhalb von Paris zu bringen. Tatsächlich aber steigt die zu begleichende Summe mit der Dauer der Fahrt und Sie bezahlen deutlich mehr als bei einem „normalen“ Taxi. Auch am Flughafen oder an Bahnhöfen (Gare du Nord) warten oft falsche Taxifahrer auf ihre ausländischen und ahnungslosen Opfer, die einfach nur einen schönen Urlaub in Paris verbringen wollen. Nicht selten sind die Männer mit einem weißen T-Shirt bekleidet und haben einen Knopf im Ohr.

TIPP: Vergewissern Sie sich, dass auf dem Taxi ein Schild mit der Aufschrift „Taxi Parisien“ angebracht und im Fahrzeuginnern ein Taxometer vorhanden ist. Außerdem müssen an der Heckscheibe Tarifinformationen stehen.

5. Kaufen Sie Metro-Tickets nur am Schalter oder Automaten!

Wenn Sie zur Erkundung der Stadt die Pariser Metro nutzen, benötigen Sie entweder eine Dauerkarte oder ein Einzelticket (ticket à l’unité). Letzere werden von zwielichtigen Händlern an den Metro-Eingängen Touristen zum Kauf angeboten. Eine verlockende Gelegenheit, vor allem, wenn sich vor dem Ticketschalter mal wieder lange Schlangen gebildet haben.

TIPP: Lassen Sie die Finger von solchen Angeboten! Es handelt sich oftmals um im Preis reduzierte Tickets, die Sie teuer zu stehen kommen können, wenn Sie in der Métro kontrolliert werden.

6. Achtung vor Taschendieben in der Metro!

Ein Ort, an dem Touristen vor Taschendieben, im Französischen „Pickpockets“ genannt, besonders gefährdet sind, ist die Pariser Metro. Denn hier haben die Diebe natürlich Heimvorteil, da sie in den oft kilometerlangen unterirdischen Gängen schnell entkommen können. Damit Sie in der U-Bahn nicht Opfer eines Diebstahls werden, sollten Sie zumindest einige Methoden der Kriminellen kennen:

  • Die Gefahr lauert bereits am Metroeingang. Achten Sie darauf, dass sich keine Person mit Ihnen zusammen durch das Drehkreuz zwängen will, die unter Umständen nur an Ihrer Geldbörse interessiert ist.
  • Diebe schlagen gerne in Zeiten mit hohem Fahrgastaufkommen zu (Rush-Hour zwischen 16 und 18 Uhr), wo sie Touristen dicht auf die Pelle rücken und unbemerkt Handy oder Geldbeutel stehlen können.
  • Kurz vor dem Schließen der Türen ertönt in der Metro stets ein lautes Warnsignal. Auf diesen Moment warten einige Diebe, um Touristen, die in Türnähe Platz genommen haben, Handtasche oder Rucksack zu entreißen. Ehe Sie überhaupt begreifen, was sich gerade abspielt, setzt sich die Metro auch schon wieder in Bewegung und die Kriminellen sind in den Gängen der Metrostation verschwunden.
  • Ein geschickter Dieb wird versuchen, für einen kurzen Augenblick Ihre Aufmerksamkeit von Ihren Wertgegenständen wegzulenken. Zum Beispiel, indem ein Komplize vor Ihnen etwas fallen lässt oder um Hilfe schreit („Au secours!“). Doch Ihre Hilfe kann Ihnen zum Verhängnis werden. Nämlich dann, wenn alles nur ein Vorwand war, um Sie zu beklauen. Alternativ macht der Täter sein Opfer mit Ketchup, Eis oder ähnlichem „versehentlich“ schmutzig und bei der anschließenden Reinigung greift sich eine zweite Person Geldbörse, Handy & Co. Achten Sie auch darauf, dass man Ihnen kein Baby in die Hand drückt, um sie abzulenken. Ende Februar 2016 machte sich eine Diebesbande sogar die in Paris allgegenwärtige Terrorgefahr zunutze, um in der Metro auf Beutezug zu gehen. Man brachte in einer Metrostation Silvesterkracher zur Explosion und wollte damit eine Massenpanik erzeugen.

TIPP: Tragen Sie Taschen und Rucksäcke immer vor dem Körper und stecken Sie Geldbeutel oder Handy nie in die hinteren Hosentaschen. Da es die Täter auf die neuesten Smartphones abgesehen haben und auch nicht vor Gewalt zurückschrecken, lassen Sie Ihr Handy in der Metro am besten in einer Tasche verschwinden, an die Langfinger nicht so einfach herankommen.

In nachfolgenden Stationen sollten Sie laut dem Blog CorporateTravelSafety.com besonders gut auf Ihre Wertsachen aufpassen, da dort sehr viele Taschendiebe unterwegs sind:

  • Châtelet
  • Les Halles
  • Barbès-Rochechouart
  • Gare du Nord
  • Auber/Opéra/Havre-Caumartin
  • Charles de Gaulle-Etoile
  • Concorde
  • Strasbourg-Saint Denis
  • République
  • Montparnasse
  • Franklin D. Roosevelt
  • Bastille
  • Gare de l’Est
  • Nation
  • Gare de Lyon

7. Lassen Sie sich von geschäftstüchtigen Kellnern nicht abzocken!

Wenn Sie in touristischen Vierteln wie Champs de Mars, Champs Elysées, Ile de la Cité oder Montmartre etwas trinken gehen wollen, dann achten Sie darauf, von den Kellnern dort nicht abgezockt zu werden. Als Tourist zahlt man unter Umständen für die gleiche Bestellung einen anderen Preis als ein Einheimischer. Da kann es schon vorkommen, dass ein Pariser für eine „Tasse Kaffee“ nur zwei, ein Tourist aber sieben Euro bezahlt. Oder dass Sie ein „großes Bier“ bestellen und unerwarteterweise einen ganzen Liter serviert bekommen – natürlich zu gesalzenen Preisen.

TIPP: Klären Sie im Vorfeld immer die genauen Preise für die Getränke ab. Die Kellner nutzen die Unwissenheit der Touristen oft aus. Meist gibt es drei verschiedene Preise: Tresen, Café oder Terrasse. Geben Sie eine Bestellung auf, die dem Kellner keinerlei Interpretationsspielraum zu Ihren Ungunsten lässt.

8. Trinken Sie Ihren Kaffee nicht an touristischen Hotspots!

Irgendwann hat man als Tourist auch mal genug von Sightseeing & Co. und möchte in einem der zahlreichen Pariser Cafés einen Kaffee genießen. Aber Vorsicht: Abhängig von Café und Lage kann der Preisunterschied für einen „petit noir“ gewaltig  sein. So schwanken die Preise für eine Tasse Kaffee zwischen günstigen 1,50 Euro im Café „Aux Folies“ in Belleville und exorbitanten 8 Euro im legendären Café Fouquet’s auf den Champs-Elysées, wie die Zeitung „Le Figaro“ herausgefunden hat. Khoa Nguyen vom Reiseblog „Welt sehen“ kann ein Lied von dieser Touri-Abzocke singen: Ihm servierte man in Paris einen 8-Euro-Cappuccino.

TIPP: Meiden Sie Cafés in touristischen Vierteln und trinken Sie Ihren Kaffee abseits der Touristenströme, z. B. in einer kleinen Seitenstraße eines großen Boulevards.

9. Sehen Sie sich vor dem Abheben am Bankautomaten gut um!

Wenn Sie in Paris an einem Bankautomat Geld abheben wollen, achten Sie darauf, dass sich keine zwielichtigen Personen in Ihrer Nähe befinden. Sonst könnte eine fremde Person versuchen, Sie abzulenken, während sein Komplize unbemerkt eine hohe Summe von ihrem Konto abhebt und dann das Weite sucht.

10. Meiden Sie die illegalen Souvenirhändler!

Ob Eiffelturmanhänger aus Plastik, Postkarten oder andere Souvenirs aus Paris: Meiden Sie die illegalen Souvenirhändler („marchands à la sauvette“), die unter dem Eiffelturm oder an anderen touristischen Hotspots ihre Geschäfte mit Besuchern machen. Erstens handelt es sich um Billigware aus China, zweitens machen sie durch ihre Preise (da sie keine Lizenz besitzen und keine Steuern entrichten) das Geschäft der etablierten Händler kaputt und drittens können sie sehr aufdringlich sein.

TIPP: Erwerben Sie Ihre Paris-Souvenirs lieber im Laden als bei den mobilen Souvenirhändlern.

11. Fallen Sie nicht auf das Selfie-Ablenkungsmanöver herein!

Selfie in ParisSeien Sie misstrauisch, wenn man Sie in der Nähe einer Touristenattraktion um ein Selfie oder um eine Auskunft bittet. Es könnte sich um ein Ablenkungsmanöver handeln, während sich in der Zwischenzeit eine zweite Person an Ihrer Jackentasche oder Ihrem Rucksack zu schaffen macht und die Beute schließlich einem Dritten zusteckt.

TIPP: Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand um ein Selfie bittet. Passen Sie gut auf Ihre Wertsachen auf!

12. Nehmen Sie an keinem Hütchenspiel („jeu de bonneteau“) teil!

Das Hütchenspiel ist ein klassisches Betrugsspiel, das seit langem in wohl jeder größten Metropole an stark frequentierten öffentlichen Plätzen aufgeführt wird. Anstatt der Aussicht auf den großen Gewinn, der Ihnen vom Hütchenspieler und seinen Komplizen vorgegaukelt wird, wartet mit 100%iger Sicheit ein Totalverlust Ihres Einsatzes auf Sie.

TIPP: Lassen Sie sich auf gar keinen Fall zu einem Spiel animieren, auch wenn es scheinbar einfach zu erraten ist, unter welchem Hütchen sich die Kugel befindet. Sehen Sie dem Treiben auch nicht neugierig zu, da Sie ansonsten bedrängt und schlimmstenfalls sogar beklaut werden.

13. Fallen Sie nicht auf falsche Polizisten herein!

Manche Betrüger geben sich Touristen gegenüber als Polizisten in Zivil aus und verlangen von ihren Opfern Ausweis und Geld. Ein echter Polizist würde Sie auf der Strasse allerdings nie zur Kasse bitten.

TIPP: Verlangen Sie in jedem Fall den Polizeiausweis. Wie dieser aussieht, sehen Sie in diesem Video.

14. Lassen Sie sich keine Rose andrehen!

Paris: Vor allem Paare verbinden mit der französischen Hauptstadt in erster Linie Liebe und pure Romantik. Doch aus diesem Klischee machen clevere Geschäftemacher bare Münze, indem sie Personen auf der Straße ungefragt eine Rose in die Hand drücken und anschließend das Geld dafür verlangen. Bei Pärchen wird der Dame die Rose „geschenkt“ und der Partner darf dann zur Geldbörse greifen. Welcher Mann wird in solch einer Situation schon „nein“ sagen?

15. Achten Sie darauf, in wessen Rikscha Sie einsteigen!

Rikschas in ParisSeit einigen Jahren sind Rikschas auch in Paris schwer in Mode. Und tatsächlich kann so eine kleine Rundfahrt in einem offenen Gefährt auch ein Erlebnis sein – vorausgesetzt, man gerät an den richtigen Fahrer, der einem sogar während der Fahrt Hinweise zu Sehenswürdigkeiten gibt. Neben seriösen Angeboten tummeln sich leider auch einige schwarze Schafe unter den Vélo-Taxis (vor allem beim Eiffelturm), die meist aus osteuropäischen Ländern stammen. Letztere arbeiten oft illegal, haben keine Versicherung abgeschlossen und besitzen Fahrzeuge, die nicht verkehrssicher sind. Ich habe außerdem bei meinem letzten Paris-Besuch beobachtet, wie manche Fahrer sogar mit jungen Schlepperinen arbeiten, die Touristen und Einheimische an den Ufern der Seine gezielt ansprechen und zu einer Fahrt überreden wollen.

Lassen Sie sich außerdem bei den Preisen nicht übers Ohr hauen. Erkundigen Sie sich vor einer Fahrt unbedingt nach dem Preis pro Person. Zur Orientierung: Der Standard-Tarif für eine Rikschafahrt beträgt in Paris einen Euro pro Minute.

16. Achtung vor Delikten mit Hypnose-Drogen!

Die Geschichte klingt so unglaublich wie unheimlich: Laut aktuellen Zeitungsberichten sollen kriminelle Banden aus China in Paris ihre Opfer – meist ältere Personen – mit der Zombie-Droge Scopolamin willenlos gemacht und sich anschließend alle Wertsachen haben aushändigen lassen. Auch wenn diese Ereignisse sich in nicht-touristischen Vierteln der Stadt zugetragen haben und die genauen Hintergründe unklar sind, sollte man als Tourist dennoch immer (egal, in welcher Stadt dieser Welt man zu Besuch ist) folgende Verhaltensregeln befolgen:

  • Essen und Getränke nie unbeaufsichtigt stehen lassen.
  • Kein Essen und keine Getränke von Fremden annehmen.
  • Nach Möglichkeit immer in der Gruppe verreisen und nicht mit Fremden alleine losziehen

17. Vorsicht vor scheinbar kostenlosen Paris-Führungen!

Seit einigen Jahren trifft man in Paris und anderen großen Hauptstädten auf Angebote, die Touristen kostenlose Stadtführungen versprechen. Aber Achtung: Oft haben diese Führer keine Ausbildung gemacht und wissen nur rudimentär über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten Bescheid. Ihr Geld verdienen sie zumeist damit, dass sie am Ende eine erfundene Geschichte auftischen und die Teilnehmer so zur Gabe von Trinkgeld „nötigen“. Diese „falschen Führer“ arbeiten meist im Auftrag von Unternehmen, an die sie einen Teil der Einnahmen abführen müssen.

Fazit: Stets Augen und Ohren offen halten

Jede Großstadt der Welt hat ihre Touristenfallen. Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesem Beitrag ein wenig für die Tricks von Dieben und Abzockern in Paris sensibilisieren. Beherzigen Sie einfach folgenden Grundsatz: Seien Sie Fremden gegenüber, die sich Ihrer Ansicht nach seltsam verhalten, misstrauisch und halten Sie stets Augen und Ohren offen. Auf dieser Seite der Pariser Polizei erhalten Sie weitere nützliche Informationen zu Ihrer Sicherheit während Ihres Paris-Aufenthalts. Wenn Sie Opfer eines Diebstahls oder Betrugs geworden sind, suchen Sie bitte umgehend das nächste Polizeikommissariat auf oder wählen die Notfallnummer „17“ für die Polizei.

Sind Sie im Paris-Urlaub schon mal bestohlen worden oder haben Lehrgeld zahlen müssen? Berichten Sie mir von Ihren Erlebnissen in den Kommentaren im Anschluss an diesen Artikel. Ich freue mich auf einen regen Austausch! 🙂

Hallo, ich heiße Martin Stäbe und arbeite im Online-Marketing. Meine Leidenschaft gehört seit meiner Jugend Frankreich. Ich liebe den Klang der französischen Sprache, Wortspiele, französische Patisserie & mehr. Auf diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen mit diesem wunderbaren Land mit anderen Frankophilen teilen. Bonne lecture! :)

11 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese Tipps!
    Jetzt weiß ich auf jeden Fall, auf was ich alles aufpassen muss, wenn es nächstes Jahr mit meiner Klasse nach Paris geht.

    • Hallo Clara,

      freut mich, dass ich dir helfen konnte. Vorsicht ist auch bei den Rikschafahrern in Paris angebracht. Hier gibt es einige (z. B. beim Eiffelturm), die beim Preis betrügen und auch wenig sichere Rikschas nutzen.

  2. Ein toller und sehr ausführlicher Artikel über die Touristenfallen in Paris! Das mit den Selfies habe ich vor Kurzem mit eigenen Augen sehen können, ein mieser Trick. Besonders in der Nähe der bekannten Sehenswürdigkeiten sollten Touristen besonders aufpassen!

  3. Sehr schön beschrieben. Ich hab das mit den Petitionen erst vor kurzem in Montpellier miterlebt. Wir haben einen weiten Bogen um diese Leute gemacht, aber beim Rückweg kam einer so nahe und wollte, dass wir unterschreiben. Haben wir aber nicht gemacht und da haute er meiner Freundin plötzlich an die Schulter. Ich habe das dann durchschaut und gesagt, dass wir wegrennen müssen. Echt nervig sowas!

  4. “ Als Tourist zahlt man unter Umständen für die gleiche Bestellung einen anderen Preis als ein Einheimischer. Da kann es schon vorkommen, dass ein Pariser für eine „Tasse Kaffee“ nur zwei, ein Tourist aber sieben Euro bezahlt. “

    Also das ist ja nun mal Blödsinn !
    In typischen Touri-Cafés kann es zwar vorkommen das der Kellner lieber ein großes Bier anstatt 2 kleine an Touristen die mit Händen und Füßen reden verkauft. Aber andere Preise für den Café für Touristen haben ich weder jemals erlebt noch gehört !

  5. Mussten gestern leider auch die Erfahrung mit einen Betrüger in der Metro machen.
    Kaum am Schalter dran kam schon ein freundlicher Mann mit Ausweis und entsprechendes auftreten, wo man dachte ok der will uns bloß helfen..leider kostete uns die Hilfe dann 30€ zuvor wollte er sogar 50€ für den extra Eiffelturm Besuch.
    Aufgefallen ist uns der Betrug aber erst als die freundlichen kontrolleure uns an der Station beim Eiffelturm baten die Tickets zu zeigen und somit waren nochmals 70€ weg wegen schwarz fahren.
    Im Nachhinein ärgert man sich über sich selbst. Nicht wegen dem geld sondern weil man gleich doppelt gef**** wurde.

    • Lieber Steven, das war in der Tat eine sehr unschöne Erfahrung, die Sie da in der Pariser Metro hatten. Ich hoffe aber, ansonsten konnten/können Sie Paris sorglos genießen. Durch meinen Artikel wissen Sie jetzt, wo man als Tourist auf der Hut sein sollte.

  6. Wir waren gerade am Gare du Nord angekommen und froh darüber, die Tickets für die Metro am Automaten erstanden zu haben (leider gab es keinen offenen Schalter). Nachdem wir in Erfahrung gebracht hatten, wo die Ligne 5 Richtung Bastille abfährt, sind wir glücklich gewesen, als wir endlich in der Metro waren. Es war sehr voll und wir waren umzingelt von 5 Afrikanern. Wir könnten nicht weiter durchgehen und waren froh, als sie am Gare de l’est ausgestiegen sins, weil wir uns dann setzen konnten. Mein Mann bemerkte sofort, dass sein Portemonnaie weg war. Darin hat sich unser Bargeld, unsere Kreditkarten und Pässe befunden. Die Kreditkarten haben wir noch von unterwegs aus sperren lassen. Ich hatte genau 50,00€ in meiner Tasche. Obwohl unsere Tochter per Westerunion Geld an uns überwiesen hatte, hat man es uns ohne Ausweis nicht ausgezahlt, obwohl wir bei der Polizei waren und ein Duokument hatten, dass unsere Papiere gesthlen waren. Auch das Hotel (Le Marceau Bastille) hat sich nicht darauf eingelassen, uns Geld auszuzahlen, welches unsere Tochter hätte überweisen können. Wir haben uns auch telefonisch mit der Deutschen Botschaft in Verbindung gesetzt. Leider ohne Erfolg, man sagte uns, wir sollten es mit Westerunion versuchen, was anderes könnten sie uns au6nicht sagen. Also haben wir Paris zu Fuß erobert und von Baguette, Wasser und Bananen gelebt. Gibt es eine Möglichkeit sich über das Verhalten der deutschen Botschaft zu beschweren?

    • Liebe Sybille Hülsmann,

      erst einmal tut es mir leid, dass Sie Opfer von Kleinkriminellen in der Metro geworden sind und so ihr Paris-Aufenthalt gleich zu Beginn getrübt wurde. Was den Geldtransfer über Western Union angeht, hierzu gibt es von der Deutschen Botschaft auf deren Webseite ein Merkblatt, in dem alle Schritte und Voraussetzungen aufgeführt sind, um an überwiesenes Geld zu kommen (siehe: http://www.allemagneenfrance.diplo.de/contentblob/3974042/Daten/4587652/02notfalleiligergeldtransferwudatei.pdf). Evtl. hat es die Botschaft vermisst, Sie darauf hinzuweisen und es wurden wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt. Das kann ich als Außenstehender leider nicht beurteilen. Wenn Sie sich in Ihrer Situation nicht angemessen beraten gefühlt haben, können Sie der Botschaft selbstverständlich eine Nachricht zukommen lassen (über das Kontaktformular auf https://allemagneenfrance.diplo.de/Vertretung/frankreich/de/Kontakt.html?verteiler=3389932) oder aber in den sozialen Medien eine Bewertung der Dienstleistung abgeben, zum Beispiel auf Google, Facebook, etc.

      • Lieber Herr Stäbe,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Leider hat die Botschaft uns nicht auf das Merkblatt und die notwendigen Schritte hingewiesen, wie wir an das überwiesene Geld kommen könnten. Wir ärgern uns natürlich sehr über uns selber, dass wir einfache Sicherheiten nicht bedacht haben. Aber aus Fehlern wird man ja bekanntlich klug. Wir waren im ersten Moment mit dem ganzen Trubel am Bahnhof etwas überfordert und genervt und froh, dass wir es geschafft hatten, die richtige Ligne gefunden zu haben. Wir waren die idealen Opfer. Da wir völlig mittellos waren war das Allerschlimmste diese absolute Hilflosigkeit und für mich die damit verbundene Angst. Mir ist auch nicht die Haltung des Hotels verständlich, da meine Tochter sowieso für eine nachträglich gebuchte Nacht aufkommen musste, d.h. sie musste eine Kopie Ihrer Kreditkarte sowie ihres Ausweises schicken und zusätzlich noch eine Formular unterschreiben, dass das Geld von ihrem Konto abgebucht wird. Leider ist bei uns der Eindruck entstanden, dass die Franzosen nicht sehr hilfsbereit sind. Im Endeffekt hatten wir ja noch Glück im Unglück, da wir ja nicht verletzt worden sind und wir noch wenigstens diese 50,00 € hatten. Wir werden den Links folgen, die Sie uns geschickt haben und entsprechend unsere Meinung dort kundtun.

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