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10 französische Wörter, bei denen ein Franzose nur Bahnhof versteht

Bahnhof

Französisch ist nicht gleich Französisch. Die Frankophonie, also die Gesamtheit der französischsprachigen Staaten umfasst ca. 220 Französisch-Sprechende in 57 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Zwar weicht das in anderen Teilen der Welt gesprochene Französisch nur in geringem Maße vom Standardfranzösischen ab, dennoch gibt es einige Eigenheiten, zum Beispiel in Bezug auf das verwendete Vokabular. Lernen Sie nachfolgend 10 französische Wörter kennen, bei denen ein Franzose nur Bahnhof versteht. Die Beispiele in diesem Beitrag basieren überwiegend auf dem Artikel „Ten French words you will never hear in France“ auf thelocal.fr.

  • Camembérer: Dieses Wort, das vom bekannten „camembert“ abgeleitet ist, wird im Senegal zur Bezeichnung von Leuten mit stinkenden Füßen verwendet. In Frankreich kommt hier der Ausdruck „puer des pieds“ zum Einsatz.
  • Lolette: Sie benötigen dringend einen Schnuller für den quengelnden Nachwuchs? Fragen Sie eine Verkäuferin in Frankreich bitte nicht nach einem „lolette“: Sie wird Sie nicht verstehen. Verlangen Sie stattdessen einen „tétine“ oder einen „sucette“. „Lolette“ ist ein Ausdruck aus der französischsprachigen Schweiz.
  • fénoir: Auf der Insel La Réunion ist das Wort „fénoir“ als Bezeichnung für die Nacht bekannt. Es stellt die Kurzform von „il fait noir“ dar.
  • tenir les pouces: Drückt man einer Person vor einer schweren Prüfung die Daumen, benutzen Franzosen hierfür die Wendung „croiser les doigts“. In der französischsprachigen Schweiz heißt es hingegen „tenir les pouces“.
  • faire palabre: Wenn Sie die Elfenbeinküste besuchen, sollten Sie es tunlichst vermeiden, anderen Ärger zu bescheren (faire palabre). Palabre wird in Québec mit „Gerücht“ übersetzt.
  • C’est caillou: Dieser Ausdruck aus Burkina Faso lautet wörtlich übersetzt: Das sind Kieselsteine. Und jeder, der schon einmal mit Schuhen über Kieselsteine gelaufen ist, weiß, wie hart das ist und wie unangenehm es sich anfühlt, wenn ein Stein im Schuh gelandet ist. Wenn also jemand sagt „c’est caillou“, dann will er damit zum Ausdruck bringen, dass er aktuell vor einer schwierigen Aufgabe steht.
  • Septante, Huitante, Nonante: Französisch-Lernenden sind die Zahlen 70, 80 und 90 besser bekannt als soixante-dix (60+10), quatre-vingt (4×20) und quatre-vingt-dix (4×20+10). Die  französischsprechenden Schweizer haben mit septante, huitante und nonante ihr eigenes Zähl-System entwickelt, bei dem sogar die Bildung der Zahl 99 ihren Schrecken verliert.
  • Tiguidou: Wenn Sie das nächste Mal in einem französischen Café sitzen und der Kellner fragt höflich nach, ob alles in Ordnung sei, dann antworten Sie bitte mit „tout va bien, merci“. Keinesfalls sollten Sie „tiguidou“ (gesprochen: tiggy-doo) erwidern, das dürfen sie nur im französischsprachigen Teil Kanadas.
  • à pouf: Diese in Québec verbreitete Wendung bedeutet „zufällig“ und ist weniger förmlich als „au hasard“, das in anderen frankophonen Ländern verwendet wird. „J’ai rencontré Pierre hier à pouf.“ – „Ich habe gestern zufällig Pierre getroffen.“
  • babeler: Redet man in Belgien ungezwungen mit einer Person, wird das „babeler“ genannt. In Frankreich hingegen heißt es „causer“.

Und welche französischen Wörter, die ein Franzose nicht versteht, kennen Sie? Hinterlassen Sie diese im Anschluss dieses Artikels im Kommentarfeld.

 

Hallo, ich heiße Martin Stäbe und arbeite im Online-Marketing. Meine Leidenschaft gehört seit meiner Jugend Frankreich. Ich liebe den Klang der französischen Sprache, Wortspiele, französische Patisserie & mehr. Auf diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen mit diesem wunderbaren Land mit anderen Frankophilen teilen. Bonne lecture! :)

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